#ATE Highlight: „Change was our only Chance“ by Time’s Up

Auf ein Projekt freuen wir uns im Rahmen der Art Thinking Experience besonders: Die begehbare Zukunftsvision der Künstlergruppe Time’s Up, die sich als Labor für die Konstruktion experimenteller Situationen international einen Namen gemacht hat. Mit ihrem neuen Projekt lädt Time’s Up dazu ein in Zeiten fundamentaler Veränderung die häufig vorhandene „Angst vor der Zukunft“ in „Lust auf Zukunft“ zu verwandeln.

Photo: © Lea Fabienne

Im Rahmen der Vienna Biennale wird eine „Experiential Future“ durch eine begehbare Erzählung in Gestalt einer allumfassenden Umgebung sinnlich erfahrbar gemacht und bildet den Rahmen um gemeinsam mögliche Zukünfte im Hier und Jetzt voller Neugierde und Spielgeist zu erforschen.

Im Rahmen der Installation schüren vorgeschlagene Details zu möglichen Zukunftsvisionen Leidenschaft, um mutig die Komplexität unserer Zeit zu verhandeln. Mögliche Zukünfte werden entmystifiziert und ihrer Angst entkleidet. Ungewissen Zukunftsszenarien wohnt kein Schrecken mehr inne, denn die Menschen hatten verstanden, dass Veränderung ihre einzige Chance ist.

Photo: © Bengt Stiller

Zur Story: Ein ökologisch-dystopisches Bild des Jahres 2047

„Wir befinden uns im Jahr 2047 in einer in Nähe des Meeres gelegenen, nicht weiter lokalisierten kleinen Stadt namens Turnton. Die verheerende Langzeitwirkung der Umweltverschmutzung und deren einhergehende Erschütterung des Naturhaushaltes dominieren den globalen Alltag.
Die bis Mitte der 2020er Jahre politisch nur zögerlich bekämpfte, häufig ignorierte oder teils gar negierte globale Erwärmung wütet mit weltweiten Wetterextremen, erheblichen klimatischen Veränderungen und verunmöglicht durch Überflutungen, Dürren und Stürme samt stetigem Anstieg des Meeresspiegels die Lebensraumnutzung großflächiger Landstriche und Küstengebiete.“

Dieses ökologisch-dystopische Bild des Jahres 2047 wird in der Installation aber um eine sozial-ökonomische Utopie bereichert. Es wird das Bild einer Welt gezeichnet, in der das Streben nach Kooperation die gegenwärtige Gewinn- und Profitsucht überflügelt. Alternative Denk- und Lösungsansätze, die teils weit ins vergangene Jahrhundert zurückreichen, jedoch oft noch in den beiden ersten Dekaden des 21. Jahrhunderts mehrheitlich belächelt, als politisch und wirtschaftlich utopisch, technologisch noch unausgereift bis nicht umsetzbar abgetan oder als naiv abgekanzelt wurden, sind in diesem Turnton des Jahres 2047 Schlüssel zum Überleben.

Ausstellungsbeschreibung auf der Website der Vienna Biennale

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